F-Diagnosen ICD 10F50-F59 → F55. Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen

F55.- Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen

Die Diagnose F55.- steht für den schädlichen Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen und beschreibt den Konsum von Stoffen, der körperliche oder psychische Schäden verursacht, ohne dass eine Abhängigkeit vorliegt. Sie dient der Klassifikation riskanten Substanzgebrauchs zur gezielten Prävention und Behandlung.

Info zu der F55.- Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen

Eine große Zahl von Arzneimitteln und Naturheilmitteln können missbraucht werden. Die wichtigsten Gruppen sind: 1. Psychotrope Substanzen, die keine Abhängigkeit hervorrufen, z.B. Antidepressiva, 2. Laxanzien, 3. Analgetika, die ohne ärztliche Verordnung erworben werden können, z.B. Aspirin und Paracetamol. Der anhaltende Gebrauch dieser Substanzen ist oft mit unnötigen Kontakten mit medizinischen und anderen Hilfseinrichtungen verbunden und manchmal von schädlichen körperlichen Auswirkungen der Substanzen begleitet.

Der Versuch, dem Gebrauch der Substanz entgegenzusteuern oder ihn zu verbieten, stößt oft auf Widerstand. Bei Laxanzien und Analgetika führt der Missbrauch trotz Warnungen vor (oder sogar trotz der Entwicklung derselben) zu körperlichen Schäden, wie Nierenfunktions- oder Elektrolytstörungen. Obwohl die betreffende Person ein starkes Verlangen nach der Substanz hat, entwickeln sich keine Abhängigkeit bzw. Entzugssymptome wie bei den unter F10-F19 klassifizierten psychotropen Substanzen.

Diagnosekriterien der F55.- Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen

ICD-10 Code / Substanz Beschreibung
F55.0 – Antidepressiva Psychische oder Verhaltensstörungen durch Antidepressiva ohne Missbrauch. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.
F55.1 – Laxanzien Störungen durch Laxanziengebrauch ohne Missbrauch. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.
F55.2 – Analgetika Störungen durch Analgetika ohne Missbrauch. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.
F55.3 – Antazida Störungen durch Antazida, kein Missbrauch. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.
F55.4 – Vitamine Störungen durch Vitamine, keine toxische Wirkung. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.
F55.5 – Steroide / Hormone Psychische Effekte durch Steroide/Hormone ohne Missbrauch. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.
F55.6 – Pflanzen / Naturheilmittel Effekte durch pflanzliche oder Naturheilmittel, kein Missbrauch. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.
F55.8 – Sonstige Substanzen Störungen durch andere nichtabusive Substanzen. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.
F55.9 – Nicht näher bezeichnet Unklar / nicht näher bezeichnet. Dauer: variabel. Ausschluss: kein Suchtverhalten.

Codierung der F55.- Schädlicher Gebrauch von nichtabhängigkeitserzeugenden Substanzen

F55.0 Antidepressiva

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F55.1 Laxanzien

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F55.2 Analgetika

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F55.3 Antazida

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F55.4 Vitamine

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F55.5 Steroide und Hormone

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F55.6 Pflanzen oder Naturheilmittel

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F55.8 Sonstige Substanzen

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F55.9 Nicht näher bezeichnete Substanz

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F55.0 Antidepressiva

Antidepressiva unter F55.0 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch von Antidepressiva ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen. Dies umfasst sowohl Missbrauch als auch Abhängigkeit von Antidepressiva. Die Störung kann psychische, soziale und körperliche Auswirkungen haben und muss von einer therapeutischen, ärztlich kontrollierten Einnahme abgegrenzt werden.

 

Diagnosekriterien der F55.0 Antidepressiva

Die Kriterien zur Diagnose beinhalten:

 

💊 Missbräuchlicher oder schädlicher Gebrauch

  • Eigenmächtige Einnahme ohne ärztliche Verordnung oder in höherer Dosierung als empfohlen
  • Fortgesetzte Nutzung trotz negativer körperlicher, psychischer oder sozialer Folgen

🧠 Psychische oder Verhaltensstörung

  • kognitive, emotionale oder soziale Beeinträchtigungen durch den Gebrauch
  • psychische Abhängigkeit oder Craving möglich

❌ Ausschluss therapeutischer Nutzung

  • die Einnahme erfolgt nicht im Rahmen ärztlich verordneter Behandlung

📊 Klinisch relevante Beeinträchtigung

  • Beeinträchtigung des Alltags, der sozialen Beziehungen oder der Gesundheit
  • Mögliche körperliche Nebenwirkungen durch Überdosierung oder unsachgemäße Einnahme

 

Typische Erscheinungsbilder / Beispiele

  • Eigenmächtige Einnahme von Antidepressiva zur Stimmungssteigerung oder Selbstmedikation
  • Überdosierung ohne therapeutische Indikation
  • psychische Abhängigkeit trotz negativer körperlicher oder sozialer Konsequenzen

 

Codierung und Besonderheiten

  • F55.0 gehört zu den psychischen und Verhaltensstörungen durch psychoaktive Substanzen (F55.-)
  • Abgrenzung zu therapeutischem Gebrauch und anderen psychischen Störungen ist erforderlich
  • Therapie: Entwöhnung, psychotherapeutische Betreuung, medizinische Überwachung bei Entzugssymptomen

F55.1 Laxanzien

Laxanzien unter F55.1 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch von Abführmitteln ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen. Dies umfasst sowohl Missbrauch als auch Abhängigkeit von Laxanzien. Die Störung kann körperliche und psychische Folgen haben und muss von therapeutischem, ärztlich kontrolliertem Gebrauch abgegrenzt werden.

 

Diagnosekriterien der F55.1 Laxanzien

Die Kriterien zur Diagnose beinhalten:

 

💊 Missbräuchlicher oder schädlicher Gebrauch

  • Eigenmächtige Einnahme von Laxanzien ohne medizinische Notwendigkeit
  • Fortgesetzte Nutzung trotz negativer körperlicher oder psychischer Folgen

🧠 Psychische oder Verhaltensstörung

  • kognitive, emotionale oder soziale Beeinträchtigungen durch den Gebrauch
  • psychische Abhängigkeit oder Craving möglich

❌ Ausschluss therapeutischer Nutzung

  • die Einnahme erfolgt nicht im Rahmen ärztlich verordneter Behandlung

📊 Klinisch relevante Beeinträchtigung

  • Beeinträchtigung des Alltags, sozialer Beziehungen oder der Gesundheit
  • Mögliche körperliche Folgen: Elektrolytstörungen, Dehydratation, Darmprobleme

 

Typische Erscheinungsbilder / Beispiele

  • regelmäßige Einnahme von Abführmitteln ohne medizinische Notwendigkeit
  • psychische Abhängigkeit von der Wirkung auf den Stuhlgang
  • körperliche Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Dehydratation durch Übergebrauch

 

Codierung und Besonderheiten

  • F55.1 gehört zu den psychischen und Verhaltensstörungen durch psychoaktive Substanzen (F55.-)
  • Abgrenzung zu therapeutischem Gebrauch und anderen psychischen Störungen ist erforderlich
  • Therapie: Entwöhnung, psychotherapeutische Betreuung, medizinische Überwachung bei körperlichen Folgen

F55.2 Analgetika

Analgetika unter F55.2 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch von Schmerzmitteln ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen. Dies umfasst sowohl Missbrauch als auch Abhängigkeit von Analgetika. Die Störung kann körperliche und psychische Folgen haben und muss von therapeutischem, ärztlich kontrolliertem Gebrauch abgegrenzt werden.

 

Diagnosekriterien der F55.2 Analgetika

Die Kriterien zur Diagnose beinhalten:

 

💊 Missbräuchlicher oder schädlicher Gebrauch

  • Eigenmächtige Einnahme von Schmerzmitteln ohne ärztliche Indikation
  • Fortgesetzte Nutzung trotz negativer körperlicher oder psychischer Folgen

🧠 Psychische oder Verhaltensstörung

  • kognitive, emotionale oder soziale Beeinträchtigungen durch den Gebrauch
  • psychische Abhängigkeit oder Craving möglich

❌ Ausschluss therapeutischer Nutzung

  • die Einnahme erfolgt nicht im Rahmen ärztlich verordneter Behandlung

📊 Klinisch relevante Beeinträchtigung

  • Beeinträchtigung des Alltags, sozialer Beziehungen oder der Gesundheit
  • Mögliche körperliche Folgen: Leberschäden, Nierenschäden, Magen-Darm-Beschwerden

 

Typische Erscheinungsbilder / Beispiele

  • regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln ohne medizinische Notwendigkeit
  • psychische Abhängigkeit von der Schmerzlinderung oder Euphorie
  • körperliche Beschwerden durch Übergebrauch, z. B. Magenblutungen oder Nierenfunktionsstörungen

 

Codierung und Besonderheiten

  • F55.2 gehört zu den psychischen und Verhaltensstörungen durch psychoaktive Substanzen (F55.-)
  • Abgrenzung zu therapeutischem Gebrauch und anderen psychischen Störungen ist erforderlich
  • Therapie: Entwöhnung, psychotherapeutische Betreuung, medizinische Überwachung bei körperlichen Folgen

F55.3 Antazida

Antazida unter F55.3 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch von Antazida (Magensäureblocker) ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen. Dies umfasst Missbrauch oder Abhängigkeit von Antazida, wobei die Einnahme zu körperlichen oder psychischen Problemen führen kann. Die Störung muss von therapeutischem, ärztlich kontrolliertem Gebrauch abgegrenzt werden.

 

Diagnosekriterien der F55.3 Antazida

Die Kriterien zur Diagnose beinhalten:

 

💊 Missbräuchlicher oder schädlicher Gebrauch

  • Eigenmächtige Einnahme von Antazida ohne ärztliche Verordnung
  • Fortgesetzte Nutzung trotz negativer körperlicher oder psychischer Folgen

🧠 Psychische oder Verhaltensstörung

  • kognitive, emotionale oder soziale Beeinträchtigungen durch den Gebrauch
  • psychische Abhängigkeit oder Craving möglich

❌ Ausschluss therapeutischer Nutzung

  • die Einnahme erfolgt nicht im Rahmen ärztlich verordneter Behandlung

📊 Klinisch relevante Beeinträchtigung

  • Beeinträchtigung des Alltags, sozialer Beziehungen oder der Gesundheit
  • Mögliche körperliche Folgen: Elektrolytstörungen, Magen-Darm-Probleme oder Überalkalisierung

 

Typische Erscheinungsbilder / Beispiele

  • regelmäßige Einnahme von Antazida ohne medizinische Notwendigkeit
  • psychische Abhängigkeit von der Wirkung auf das Sodbrennen oder Unwohlsein
  • körperliche Beschwerden durch Übergebrauch

 

Codierung und Besonderheiten

  • F55.3 gehört zu den psychischen und Verhaltensstörungen durch psychoaktive Substanzen (F55.-)
  • Abgrenzung zu therapeutischem Gebrauch und anderen psychischen Störungen ist erforderlich
  • Therapie: Entwöhnung, psychotherapeutische Betreuung, medizinische Überwachung bei körperlichen Folgen

F55.4 Vitamine

Vitamine unter F55.4 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch von Vitaminpräparaten ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen. Dies umfasst sowohl Missbrauch als auch Abhängigkeit von Vitaminen. Die Störung kann körperliche und psychische Auswirkungen haben und muss von therapeutischem, ärztlich kontrolliertem Gebrauch abgegrenzt werden.

 

Diagnosekriterien der F55.4 Vitamine

Die Kriterien zur Diagnose beinhalten:

 

💊 Missbräuchlicher oder schädlicher Gebrauch

  • Eigenmächtige Einnahme von Vitaminpräparaten ohne ärztliche Verordnung
  • Fortgesetzte Nutzung trotz negativer körperlicher oder psychischer Folgen

🧠 Psychische oder Verhaltensstörung

  • kognitive, emotionale oder soziale Beeinträchtigungen durch den Gebrauch
  • psychische Abhängigkeit oder Craving möglich

❌ Ausschluss therapeutischer Nutzung

  • die Einnahme erfolgt nicht im Rahmen ärztlich verordneter Behandlung

📊 Klinisch relevante Beeinträchtigung

  • Beeinträchtigung des Alltags, sozialer Beziehungen oder der Gesundheit
  • Mögliche körperliche Folgen: Hypervitaminosen, organische Schäden durch Überdosierung

 

Typische Erscheinungsbilder / Beispiele

  • regelmäßige Einnahme von Vitaminpräparaten ohne medizinische Notwendigkeit
  • psychische Abhängigkeit oder zwanghaftes Verhalten bezüglich der Einnahme
  • körperliche Beschwerden durch Überdosierung, z. B. Leberschäden oder Hyperkalzämie

 

Codierung und Besonderheiten

  • F55.4 gehört zu den psychischen und Verhaltensstörungen durch psychoaktive Substanzen (F55.-)
  • Abgrenzung zu therapeutischem Gebrauch und anderen psychischen Störungen ist erforderlich
  • Therapie: Entwöhnung, psychotherapeutische Betreuung, medizinische Überwachung bei körperlichen Folgen

F55.5 Steroide und Hormone

Steroide und Hormone unter F55.5 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch von Steroiden oder Hormonen ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen. Dies umfasst sowohl Missbrauch als auch Abhängigkeit. Die Störung kann körperliche und psychische Auswirkungen haben und muss von therapeutischem, ärztlich kontrolliertem Gebrauch abgegrenzt werden.

 

Diagnosekriterien der F55.5 Steroide und Hormone

Die Kriterien zur Diagnose beinhalten:

 

💊 Missbräuchlicher oder schädlicher Gebrauch

  • Eigenmächtige Einnahme von Steroiden oder Hormonen ohne ärztliche Verordnung
  • Fortgesetzte Nutzung trotz negativer körperlicher oder psychischer Folgen

🧠 Psychische oder Verhaltensstörung

  • kognitive, emotionale oder soziale Beeinträchtigungen durch den Gebrauch
  • psychische Abhängigkeit oder Craving möglich

❌ Ausschluss therapeutischer Nutzung

  • die Einnahme erfolgt nicht im Rahmen ärztlich verordneter Behandlung

📊 Klinisch relevante Beeinträchtigung

  • Beeinträchtigung des Alltags, sozialer Beziehungen oder der Gesundheit
  • Mögliche körperliche Folgen: Hormonungleichgewichte, kardiovaskuläre Risiken, Leberschäden

 

Typische Erscheinungsbilder / Beispiele

  • Eigenmächtige Einnahme von Anabolika zur Leistungssteigerung oder Muskelaufbau
  • psychische Abhängigkeit oder zwanghaftes Verhalten bezüglich der Einnahme
  • körperliche Beschwerden durch Übergebrauch, z. B. Akne, Haarausfall, kardiovaskuläre Probleme

 

Codierung und Besonderheiten

  • F55.5 gehört zu den psychischen und Verhaltensstörungen durch psychoaktive Substanzen (F55.-)
  • Abgrenzung zu therapeutischem Gebrauch und anderen psychischen Störungen ist erforderlich
  • Therapie: Entwöhnung, psychotherapeutische Betreuung, medizinische Überwachung bei körperlichen Folgen

F55.6 Pflanzen oder Naturheilmittel

Pflanzen oder Naturheilmittel unter F55.6 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch pflanzlicher Präparate oder Naturheilmittel ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen. Dies umfasst Missbrauch oder Abhängigkeit von pflanzlichen Substanzen. Die Störung kann körperliche und psychische Folgen haben und muss von therapeutischem, ärztlich kontrolliertem Gebrauch abgegrenzt werden.

 

Diagnosekriterien der F55.6 Pflanzen oder Naturheilmittel

Die Kriterien zur Diagnose beinhalten:

 

💊 Missbräuchlicher oder schädlicher Gebrauch

  • Eigenmächtige Einnahme pflanzlicher Präparate oder Naturheilmittel ohne ärztliche Verordnung
  • Fortgesetzte Nutzung trotz negativer körperlicher oder psychischer Folgen

🧠 Psychische oder Verhaltensstörung

  • kognitive, emotionale oder soziale Beeinträchtigungen durch den Gebrauch
  • psychische Abhängigkeit oder Craving möglich

❌ Ausschluss therapeutischer Nutzung

  • die Einnahme erfolgt nicht im Rahmen ärztlich verordneter Behandlung

📊 Klinisch relevante Beeinträchtigung

  • Beeinträchtigung des Alltags, sozialer Beziehungen oder der Gesundheit
  • Mögliche körperliche Folgen: Überdosierung, Vergiftungserscheinungen oder unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten

 

Typische Erscheinungsbilder / Beispiele

  • Eigenmächtige Einnahme von pflanzlichen Präparaten zur Stimmungsaufhellung oder Leistungssteigerung
  • psychische Abhängigkeit oder zwanghaftes Verhalten bezüglich der Einnahme
  • körperliche Beschwerden durch Übergebrauch oder Kombination mit anderen Substanzen

 

Codierung und Besonderheiten

  • F55.6 gehört zu den psychischen und Verhaltensstörungen durch psychoaktive Substanzen (F55.-)
  • Abgrenzung zu therapeutischem Gebrauch und anderen psychischen Störungen ist erforderlich
  • Therapie: Entwöhnung, psychotherapeutische Betreuung, medizinische Überwachung bei körperlichen Folgen

F55.8 Sonstige Substanzen

Sonstige Substanzen unter F55.8 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch anderer psychoaktiver Substanzen ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen. Dies umfasst Missbrauch oder Abhängigkeit von Substanzen, die nicht unter die vorherigen F55.- Kategorien fallen. Die Störung kann körperliche und psychische Folgen haben und muss von therapeutischem, ärztlich kontrolliertem Gebrauch abgegrenzt werden.

F55.9 Nicht näher bezeichnete Substanz

Nicht näher bezeichnete Substanz unter F55.9 beschreibt psychische und Verhaltensstörungen, die durch den Gebrauch einer psychoaktiven Substanz ohne medizinische Indikation oder in schädlicher Weise entstehen, wenn die genaue Substanz nicht spezifiziert werden kann. Die Störung kann körperliche und psychische Auswirkungen haben und muss von therapeutischem, ärztlich kontrolliertem Gebrauch abgegrenzt werden.

Weitere ICD-10-Diagnosen

Sie möchten mehr über verwandte psychische Störungen erfahren? Hier finden Sie Informationen zu anderen Kapiteln der ICD-10 – kompakt und verständlich erklärt.

ICD-10 Diagnosen

  • F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
  • F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
  • F20- F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
  • F30-F39 Affektive Störungen
    F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
    F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • F70-F79 Intelligenzstörung
  • F80-F89 Entwicklungsstörungen
  • F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
  • F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störungen

Quellen

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