F-Diagnosen ICD 10F60-F69 → F69 Nicht näher bezeichnete Persönlichkeits- & Verhaltensstörung

F69 Nicht näher bezeichnete Persönlichkeits- und Verhaltensstörung

Die Diagnose F69 bezeichnet nicht näher bezeichnete Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen und wird verwendet, wenn auffällige Persönlichkeits- oder Verhaltensmuster bestehen, die jedoch keiner spezifischen Kategorie zugeordnet werden können. Sie dient der Dokumentation und Klassifikation unspezifischer Persönlichkeitsauffälligkeiten.

F69 Nicht näher bezeichnete Persönlichkeits- und Verhaltensstörung

Die nicht näher bezeichnete Persönlichkeits- und Verhaltensstörung wird verwendet, wenn ein tiefgreifendes, anhaltendes Muster von maladaptiven Persönlichkeitsmerkmalen oder Verhaltensweisen vorliegt, das die soziale, berufliche oder andere wichtige Lebensbereiche beeinträchtigt, jedoch nicht eindeutig einer spezifischen Kategorie zugeordnet werden kann. Diese Diagnose kommt zum Einsatz, wenn Informationen fehlen oder das klinische Bild unvollständig ist.

 

Diagnosekriterien der F69 Nicht näher bezeichnete Persönlichkeits- und Verhaltensstörung

Die Kriterien zur Diagnose beinhalten:

 

🧩 Deutliche, anhaltende Persönlichkeits- und Verhaltensauffälligkeiten

  • dauerhafte maladaptive Verhaltens- oder Erlebensmuster
  • mangelnde Anpassungsfähigkeit in verschiedenen Lebensbereichen

⚡ Beeinträchtigung wichtiger Lebensbereiche

  • deutliche Einschränkungen im sozialen, beruflichen oder familiären Umfeld
  • anhaltende Konflikte oder maladaptive Interaktionsmuster

❌ Ausschluss spezifischer Kategorien

  • die Auffälligkeiten lassen sich nicht eindeutig einer bekannten Persönlichkeits- oder Verhaltensstörung (F60.-, F61, F62.-) zuordnen
  • keine ausreichenden Informationen für eine genauere Klassifikation vorhanden

 

Typische Erscheinungsbilder / Beispiele

  • anhaltende Verhaltensauffälligkeiten ohne klar definierte Persönlichkeitsstörung
  • maladaptive Reaktionsmuster in sozialen Beziehungen oder am Arbeitsplatz
  • teilweise eingeschränkte emotionale Kontrolle oder soziale Anpassungsfähigkeit

 

Codierung und Besonderheiten

  • F69 dient als Auffangdiagnose innerhalb der Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Abgrenzung zu spezifischen Persönlichkeitsstörungen (F60.-), kombinierten Störungen (F61) oder andauernden Persönlichkeitsänderungen (F62.-) ist notwendig
  • Therapie: individuell angepasst, meist Psychotherapie, soziale Unterstützung, Förderung funktionaler Anpassung

Weitere ICD-10-Diagnosen

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ICD-10 Diagnosen

  • F00-F09 Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
  • F10-F19 Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
  • F20- F29 Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
  • F30-F39 Affektive Störungen
    F40-F48 Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
  • F50-F59 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren
    F60-F69 Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • F70-F79 Intelligenzstörung
  • F80-F89 Entwicklungsstörungen
  • F90-F98 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
  • F99-F99 Nicht näher bezeichnete psychische Störungen

Quellen

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